Zoom eröffnete die Zoomtopia 2026 mit der Kampagne „Zoom Got It Done“ und erläuterte, wie das Unternehmen über Videoanrufe und Meetings hinauswachsen möchte. Die zentrale Botschaft der Veranstaltung beschrieb eine Entwicklung „vom Gespräch über den Kontext bis zur Erledigung“, wobei KI relevante Informationen aufspüren und Arbeit bis zur Umsetzung begleiten soll.

Die wichtigste auf der Veranstaltung vorgestellte Ankündigung betraf Zooms Unified Context Layer. Diese Ebene soll den Gesprächsverlauf mit relevanten Dokumenten und Daten in Zoom und Drittanbieteranwendungen verknüpfen. Zoom zufolge können die MCP-Konnektoren und APIs in mehr als 40 externen Apps suchen, darunter ServiceNow, Workday und Microsoft OneDrive.

Der Ansatz kombiniert dynamische Informationen wie Anrufe, Chats und Meetings mit statischen Datensätzen und Dokumenten. Zooms erklärtes Ziel ist es, Beschäftigten und KI-Agenten ein vollständigeres Bild einer Interaktion zu vermitteln, damit sie Informationen finden und Aufgaben erledigen können. Dem Artikel zufolge geht Zooms Strategie damit über die Kommunikation zwischen Menschen hinaus: KI-Agenten interagieren zunehmend mit Menschen, anderen Agenten und Geschäftsanwendungen.

Zu den hervorgehobenen Beispielen gehörte My Notes, das Meetings in Arbeitsabläufe umwandeln kann und Vorlagen für Vertrieb, Marketing und IT bietet. Die KI-Agententeams von ZoomMate können außerdem bestimmte Aufgaben spezialisierten Agenten zuweisen, die gemeinsam mit einem allgemeinen Agenten arbeiten. Laut Artikel unterliegen automatisierte Arbeitsschritte weiterhin der menschlichen Prüfung.

Zoom stellte seine KI-Strategie zudem als Teil eines umfassenderen Vorhabens dar, sich zu einem unternehmensweiten „System of Action“ zu entwickeln. Der Autor verweist auf Zooms Beziehung zu Anthropic und die Integration von Claude in Teile von Zooms Angeboten für Zusammenarbeit, Kundenservice und Vertrieb als Faktoren, die diese Richtung begünstigen. Laut Artikel wurde Zooms früherer AI Companion durch ZoomMate ersetzt oder erweitert.

Für IT-Teams in Unternehmen skizzierte Zoom Verwaltungskontrollen, die einen breiteren KI-Einsatz unterstützen sollen. Zu den geplanten Funktionen gehören anpassbare Regeln dafür, was KI-Agenten verwenden oder generieren dürfen, die Erkennung von Deepfake-Risiken sowie ein Compliance-Manager, der einen zentralen Überblick über KI-generierte Ergebnisse und damit verbundene Compliance-Anforderungen bieten soll. Die Kontrollen werden als künftig verfügbar beschrieben.

Bei einer Frage-und-Antwort-Runde mit Analysten beschrieb Zoom-CEO Eric Yuan seine Zukunftsvision für das Unternehmen als „Work Operating System“. Der Artikel ordnet dieses Ziel als Schritt über die Kategorien UCaaS und Meeting-Plattformen hinaus ein, weist jedoch auf offene Fragen zur Bereitschaft der Kunden, zur Kontrolle über in Drittanbieter-Apps gespeicherte Daten und zu Zooms künftigen Beziehungen zu KI-Anbietern hin.

Quellen: Computerworld.