Anthropic hat seine Finanzzahlen für das dritte Quartal in den Börsenprospekt aufgenommen und Anlegern damit einen klareren Einblick in das Wachstum und die Kosten des Unternehmens gegeben, das den KI-Assistenten Claude entwickelt.
Der Umsatz stieg im Dreimonatszeitraum von 11,6 Milliarden Dollar auf 17 Milliarden Dollar und lag damit zwölfmal so hoch wie im selben Quartal des Vorjahres. Gleichzeitig verzeichnete Anthropic einen operativen Verlust von 567 Millionen Dollar, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal erstmals einen operativen Gewinn gemeldet und 974 Millionen Dollar verdient hatte.
Das Unternehmen führte die Umkehr auf zwei Hauptfaktoren zurück. Anthropic gab 5 Milliarden Dollar für kurzfristig verfügbare Rechenkapazitäten aus, nachdem die Nachfrage die durch langfristige Vereinbarungen gesicherte Kapazität überstiegen hatte. Das Unternehmen erklärte, dass diese zusätzliche Kapazität deutlich mehr koste als mehrjährige Verträge.
Weitere 2 Milliarden Dollar wurden als Aufwand für ein Programm verbucht, bei dem Anthropic die von Mitarbeitern für wohltätige Zwecke gespendeten Aktien aufstockt. Das Unternehmen hat im Zusammenhang mit diesem Bilanzposten bislang noch kein Bargeld ausgezahlt.
Ohne diesen Aufwand und die aktienbasierte Vergütung verzeichnete Anthropic einen bereinigten operativen Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar. Doch auch auf dieser Grundlage sank die Marge von 19 % auf 15 %, was vor allem auf die Kosten der zusätzlichen Rechenkapazität zurückzuführen war.
Quellen: Handelsblatt.