Hardt Hyperloop hat sich eine Investition in Millionenhöhe gesichert und nimmt damit den Betrieb wieder auf, nachdem eines seiner Unternehmensteile Anfang dieses Jahres ein Insolvenzverfahren durchlaufen hatte. Die Finanzierungsrunde wurde von dem US-amerikanischen Unternehmen Green Rock angeführt. Auch bestehende Investoren und Anteilseigner, darunter Perpetuum Ventures und Urban Impact Ventures, beteiligten sich. Die Höhe der eingeworbenen Mittel wurde nicht bekannt gegeben.

Der in Rotterdam ansässige Entwickler von Mobilitätssystemen erklärte, die Finanzierung werde ihm dabei helfen, seine Technologie weiterzuentwickeln und zum Einsatz zu bringen. Zudem unterzeichnete das Unternehmen eine strategische Kooperationsvereinbarung mit Green Rock, um gemeinsam Hyperloop-Projekte in Nord-, Mittel- und Südamerika zu entwickeln.

Hardt wurde 2017 von Studierenden der Technischen Universität Delft gegründet und entwickelt Systeme für den Hochgeschwindigkeits-Personen- und Güterverkehr. Die Arbeit des Unternehmens umfasst Magnetschwebetechnik, Antriebssysteme und Technologien, mit denen Fahrzeuge zwischen Fahrspuren wechseln können. Nach Angaben des Unternehmens sind seine autonomen Fahrzeuge für Geschwindigkeiten von bis zu 700 Kilometern pro Stunde ausgelegt.

Hardt hat seine Kerntechnologien im 420 Meter langen European Hyperloop Centre in Veendam in den Niederlanden getestet und vorgeführt. Außerdem arbeitete das Unternehmen mit dem Flughafen Schiphol an einem Vorschlag für eine Hyperloop-Strecke.

Das Unternehmen wurde Anfang März 2026 für insolvent erklärt. In seinem jüngsten Jahresbericht hatte es gewarnt, dass sein Fortbestand von der Beschaffung neuen Kapitals abhänge und seine finanziellen Mittel nur bis Januar 2026 reichen würden.

Neben der Entwicklung von Projekten in weiteren Märkten plant Hardt, seine Technologie voranzubringen und sich auf geplante Hyperloop-Projekte in ganz Europa vorzubereiten. Die Gründerin von Green Rock, Cindy Huang, erklärte, das Unternehmen sehe in Amerika eine Nachfrage nach schnelleren Verbindungen zwischen Städten und bezeichnete Hardt als Partner mit Erfahrung im Bau und Testen zentraler Hyperloop-Technologien.

Quellen: EU-Startups.