Saudi Aramco, der weltweit größte Erdölexporteur, gab bekannt, dass sein Nettogewinn im dritten Quartal 2026 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um mehr als ein Drittel gestiegen ist. Das Unternehmen verzeichnete in den drei Monaten bis September einen Nettogewinn von 3,25 Milliarden US-Dollar, eine Zahl, die im Kontrast zu den vor einem Jahr berichteten 26,9 Milliarden US-Dollar steht. Diese finanzielle Leistung wurde trotz anhaltender Angriffe auf seine Anlagen und einer Produktionsreduzierung erzielt, die mit dem am 28. Februar begonnenen US-israelischen Krieg gegen den Iran zusammenhängt. Der Rückgang der Produktion wurde durch höhere globale Ölpreise ausgeglichen, die von geopolitischen Unsicherheiten getrieben wurden.

Der Brent-Rohölpreis stieg um 2,38 US-Dollar pro Barrel auf 107,15 US-Dollar, nachdem Berichte über begrenzte US-Angriffe auf die iranische Insel Qeshm eingegangen waren. Dies stellt einen signifikanten Anstieg gegenüber dem Vorkriegshandelsniveau von etwa 72 US-Dollar pro Barrel dar, obwohl der Referenzpreis zuvor nach Äußerungen von Donald Trump zu diplomatischen Bemühungen um 11 % auf 103,28 US-Dollar eingebrochen war. Amin H. Nasser, Präsident und Geschäftsführer von Aramco, erklärte, dass die Angriffe zwar die globale Energieversorgungskrise verschärften, das Unternehmen jedoch dank seiner operativen Exzellenz und seines robusten Versorgungsnetzwerks weiterhin zuverlässig liefern könne. Er wies darauf hin, dass das Unternehmen zusätzliche Lagerkapazitäten im Ausland und alternative Exportrouten erforsche, um sein globales Netzwerk weiter zu stärken.

Die Widerstandsfähigkeit der großen Ölunternehmen deutet darauf hin, dass sie auf Kurs für kombinierte Gewinne von rund 100 Milliarden US-Dollar zwischen Juli und September sind. In parallelen Entwicklungen erhöhte die Reservebank Australiens den Kassazinsatz um 25 Basispunkte auf 4,85 %, was die fünfte Erhöhung in diesem Jahr darstellt und das höchste Niveau seit 18 Jahren erreicht. Der Vorstand der Zentralbank gab an, weiterhin notwendige Maßnahmen ergreifen zu wollen, um die Inflation auf das Zielniveau zu bringen, verzichtete jedoch auf frühere Hinweise darauf, dass weitere Zinserhöhungen unvermeidlich seien. Eine knappe Abstimmung mit 6 zu 3 Stimmen für die Entscheidung signalisierte, dass die Geldpolitiker möglicherweise dem Ende ihres Straffungszyklus nahekommen.

Gouverneurin Michele Bullock gab zu, dass die Zinserhöhung für viele Australier eine unwillkommene Nachricht sei, argumentierte jedoch, dass sie schlimmere wirtschaftliche Schmerzen in der Zukunft verhindern werde. Sie hob hervor, dass zwar drei abweichende Stimmen auf Abwärtsrisiken wie einen schwächelnden Immobilienmarkt und steigende Arbeitslosigkeit hinwiesen, die Inflationsrisiken jedoch weiterhin nach oben tendierten. Aktualisierte Prognosen sagen voraus, dass die Gesamtinflation im vierten Quartal 4,5 % erreichen wird, bevor sie in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres auf das Zielkorridor von 2 % bis 3 % zurückgeht, wobei die Arbeitslosigkeit in den kommenden Jahren voraussichtlich über 5 % steigen wird.

Analysten gehen davon aus, dass höhere Energiepreise die Argumentation für eine weitere Geldpolitikverschärfung durch große Zentralbanken stärken, darunter die Federal Reserve und die Bank of England. Inzwischen meldete die Kryptowährungsbörse Binance, dass stündliche Einzahlungen die Abhebungen überstiegen, was auf stabilisierende Flows nach einem Hack in der vergangenen Woche hindeutet, bei dem 6,3 Milliarden US-Dollar von Kundenkonten gestohlen wurden. Experten haben Nordkorea als wahrscheinlichen Täter hinter dem als größte Raubüberfall der Geschichte beschriebenen Vorfall identifiziert.

Quellen: The Guardian Business.