Revolut wurde bei einem sekundären Anteilsverkauf mit 115 Milliarden US-Dollar bewertet – ein Anstieg um 53 Prozent gegenüber der Bewertung bei einer ähnlichen Transaktion ein Jahr zuvor. Dem britischen Fintech floss durch den Verkauf kein neues Kapital zu; das Unternehmen wollte nicht offenlegen, wie viele Anteile den Besitzer wechselten.
Glade Brook Capital Partners, Coatue, Durable Capital Partners, T. Rowe Price Associates und Baillie Gifford führten die Transaktion an.
Revolut wurde 2015 gegründet und hat sich von einer App für Geldtransfers zu einer Finanzdienstleistungsplattform mit mehr als 80 Millionen Privatkunden in über 40 Ländern entwickelt. Das Unternehmen ist europaweit im Bankgeschäft tätig und hat in diesem Jahr Banken im Vereinigten Königreich, in Mexiko, Australien und Neuseeland eröffnet. Außerdem hat es Banklizenzen in Frankreich, Kolumbien und Argentinien erhalten.
Revolut begann Anfang dieses Jahres damit, Finanzdienstleistungen in Indien einzuführen. In den USA hat das Unternehmen vom Office of the Comptroller of the Currency eine bedingte Genehmigung zur Gründung einer Nationalbank erhalten. Es plant, diese vorbehaltlich der endgültigen behördlichen Genehmigung in der ersten Hälfte des Jahres 2027 zu eröffnen.
Das Unternehmen meldete für 2025 einen Umsatz von 6 Milliarden US-Dollar und eine Gewinnmarge von 38 Prozent. Die 2017 gestartete Sparte für Geschäftskunden erwirtschaftet etwa 20 Prozent des Bruttogewinns von Revolut, so James Gibson, Leiter von Revolut Business und Partner des Unternehmens.
Revolut Business ist in Europa, im Vereinigten Königreich, in Singapur, Australien, Neuseeland und den USA verfügbar. Die Sparte wickelt jeden Monat Transaktionen im Wert von mehr als 36 Milliarden Pfund ab, darunter über 1 Milliarde Pfund in den USA. Sie erzielt einen annualisierten Umsatz von mehr als 950 Millionen Pfund und verwahrt Einlagen von Kunden in Höhe von über 18 Milliarden Pfund, teilte das Unternehmen mit.
Revolut will seine Geschäftskundendienste auf Märkte wie Mexiko, Brasilien und Indien ausweiten, hat dafür jedoch keinen Zeitplan genannt. Außerdem plant das Unternehmen, die Zahl seiner Geschäftskunden bis 2027 von mehr als 800.000 auf eine Million zu erhöhen.
Das Unternehmen erwägt einen Börsengang. CEO Nik Storonsky hat eine doppelte Notierung in New York und London in Betracht gezogen und eine Präferenz für eine Erstnotierung in den USA erkennen lassen. Ein Börsengang käme frühestens 2028 infrage, abhängig von den Marktbedingungen; Berichten zufolge könnte Revolut dabei mit 200 Milliarden US-Dollar bewertet werden.
Quellen: TechCrunch.