Nordrhein-Westfalen (NRW) will den Schutz kritischer Infrastrukturen verbessern. Das bevölkerungsreichste und industriell geprägte Bundesland Deutschlands sei besonderen Risiken durch hybride Angriffe ausgesetzt. Bei einem Resilienzgipfel in Düsseldorf forderte Ministerpräsident Hendrik Wüst eine engere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

Das Treffen brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland und Ländern wie den baltischen Staaten, der Ukraine, Polen, Israel und Japan zusammen. NRW hofft, von ihren Ansätzen zur Abwehr von Cyberangriffen und anderen hybriden Bedrohungen zu lernen und die Resilienz von Staat und Gesellschaft zu stärken.

Wüst sagte, Deutschland sei einer realen Bedrohung ausgesetzt und müsse schnell handeln. Zu den jüngsten Vorfällen, die beim Gipfel angeführt wurden, gehörten eine Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP, die weltweit Websites beeinträchtigte, Angriffe auf Kühlanlagen von Supermärkten in ganz Europa sowie ein mutmaßlicher Sabotageakt an einem Umspannwerk in NRW, der im September beinahe zu einem großflächigen Stromausfall geführt hätte.

Der Artikel verwies außerdem auf eine kompromittierte ukrainische Warn-App, die unerwartet vor einem Atomangriff warnte. Die Vorfälle veranschaulichen die Bandbreite der Bedrohungen, auf die NRW besser vorbereitet sein will.

Quellen: Handelsblatt.