Google hat Dreambeans, seine experimentelle KI-App zum Geschichtenerzählen, nach Indien ausgeweitet. Es ist der erste Markt der App außerhalb der Vereinigten Staaten. Sie unterstützt 13 indische Sprachen, darunter Hindi, Punjabi, Tamil, Telugu und Bengali, sowie Englisch. Dreambeans ist für Android und iOS verfügbar.
Dreambeans wurde im Juni vorgestellt und greift auf Informationen aus verbundenen Google-Diensten wie Kalender, Gemini, Gmail, Fotos, Suche und YouTube zurück, um illustrierte Geschichten über die Interessen und den Alltag eines Nutzers zu erstellen. Nutzer müssen keinen Prompt eingeben. Google hat außerdem eine Funktion hinzugefügt, die sein Videogenerierungsmodell Veo verwendet, um Bilder in ausgewählten Geschichten zu animieren.
Google-Produktmanagerin Gozde Oznur sagte, das Unternehmen habe Indien ausgewählt, weil Nutzer dort großes Interesse an der App gezeigt hätten und Google-Dienste im Land weit verbreitet seien. Sie verwies auf die Überschneidungen zwischen den Nutzern von Gemini, Gmail und Google Fotos.
Die Sprachauswahl der App ist eingeschränkt: Nutzer können jeweils nur eine Sprache für ihre Geschichten auswählen. Dreambeans kann zwar Informationen aus Google-Diensten in mehreren Sprachen verwenden, aber noch keine Geschichten erstellen, in denen Sprachen gemischt werden, sagte Oznur.
Dreambeans nutzt Googles Personal-Intelligence-Technologie, um Geschichten mithilfe von Daten aus verbundenen Konten zu personalisieren. Nutzer entscheiden, welche Dienste sie verbinden, können die Verbindung jederzeit trennen und ihre Dreambeans-Daten in der App löschen. Oznur sagte, dass Informationen, die aus verbundenen Diensten entfernt werden, auch aus dem Personalisierungssystem von Dreambeans gelöscht werden.
Nutzer können die App bitten, bestimmte Themen zu vermeiden, darunter geschäftsbezogene Informationen. Dreambeans ist auf private Gmail-Konten beschränkt, und generierte Geschichten sind nur für den Kontoinhaber sichtbar. Oznur räumte außerdem ein, dass Geschichten belastende Erinnerungen hervorrufen könnten, etwa eine Geschichte über eine verstorbene Person; Nutzer können der App mitteilen, bestimmte Themen nicht anzuzeigen.
Von TechCrunch zitierte Schätzungen von Sensor Tower beziffern die Zahl der Dreambeans-Downloads in den USA seit dem Start im Juni auf fast 55.000. Etwa 63 % davon entfielen auf den September, als Google die App für alle berechtigten US-Nutzer ab 18 Jahren freigab. Im Oktober gingen die Downloads anschließend gegenüber dem Vormonat um 84 % auf etwa 5.500 zurück.
Google prüfe Möglichkeiten, Dreambeans stärker auf konkrete Handlungen auszurichten, sagte Oznur gegenüber Reportern. Damit soll die App über personalisierte Geschichten und Empfehlungen hinausgehen und Nutzern helfen, ihre Vorschläge umzusetzen.
Quellen: TechCrunch.