DuckDuckGo bewirbt seine Suchmaschine bei Schulen, nachdem Google erklärt hatte, dass sie Gemini deaktivieren könnten, dann aber den Zugriff auf Google Search verlieren würden, wenn sie auch die übrigen KI-Funktionen des Unternehmens abschalteten. Stattdessen ermutigt das Unternehmen Pädagogen, einen Wechsel ihres Standardsuchanbieters in Betracht zu ziehen.

DuckDuckGo-Gründer und CEO Gabriel Weinberg teilte auf X die Anleitung des Unternehmens dazu, wie eine Schule ihre Standardsuchmaschine ändern kann, und bot Unterstützung dabei an. Chief Public Affairs Officer Kamyl Bazbaz kritisierte Googles Vorgehen. DuckDuckGo erklärte gegenüber TechCrunch, Google könne die KI-Funktionen von Search für Schulen deaktivieren, wenn es sich dafür entscheide.

Google sagte, Gemini, Gemini Notebook und Search seien standardmäßig deaktiviert, Schulen könnten jedoch jeden Dienst einzeln aktivieren. Google Search umfasst allerdings AI Overviews und den KI-Modus, der dialogbasierte Antworten auf Suchanfragen liefert. Die Richtlinie hat Pädagogen dazu veranlasst, nach Möglichkeiten zu suchen, KI vollständig aus dem Lernerlebnis von Schülerinnen und Schülern zu entfernen.

DuckDuckGo bietet KI-Tools an, darunter die Chat-Oberfläche Duck.ai und einen KI-Suchassistenten. Das Unternehmen sagt jedoch, dass Nutzer diese Funktionen in den Einstellungen der Suchmaschine und des Browsers deaktivieren können. Auch auf der Website noai.duckduckgo.com werden KI-gestützte Antworten, KI-generierte Bilder und Vorschläge für KI-Funktionen abgeschaltet.

Das Unternehmen gibt an, dass die Zahl der App-Installationen Anfang dieses Jahres um 30 % gestiegen sei, als Nutzer sich gegen Googles KI-Suche wandten. Google war schon immer stark an Schulen vertreten: Nach Zahlen, die das Unternehmen in früheren Jahren veröffentlicht hat, waren an Schulen rund 50 Millionen Chromebooks im Einsatz und Google Classroom hatte weltweit mehr als 150 Millionen Nutzer.

Quellen: TechCrunch.