Telekom-Chef Timotheus Höttges hat nach einer fünftägigen Asienreise mit dem Kanzler eine Debatte über die Rückkehr der 'Deutschland AG' gefordert, wie ein Bericht des Handelsblatt Morning Briefing unter Verweis auf einen LinkedIn-Beitrag meldet. Höttges sagte, die Reise habe ihn technologisch in die Zukunft, emotional aber eher in die Vergangenheit geführt, so der Bericht.
Höttges zeigte sich überrascht, dass außer einigen Rentnern noch jemand sich nach den Verflechtungen sehnt, durch die bis zur Jahrtausendwende ein paar Dutzend Herren die deutsche Unternehmenswelt lenkten. Doch der Bericht besagt, seine Begründung sei nicht unüberzeugend: Was wie eine Mischung aus Sonntagsrede und Kartellabsprache klingt, habe einen ernsten Hintergrund.
Laut dem Bericht praktizieren Staaten, die bei Zukunftstechnologien führend sind, solche Modelle. Während der Asienreise besuchte die Delegation des Kanzlers Südkorea, wo der Staat seit den 1960er Jahren gezielt Konglomerate und Kooperationen gefördert hat, auch bei Chips und Batterien.
Der Bericht fügt hinzu, eine Rückkehr wäre nicht wünschenswert als undurchsichtige Herrenrunde, in der Compliance-Beauftragte und Frauen höchstens ein Ärgernis wären. Stattdessen, heißt es, sollte die Idee als gemeinsame Idee des Fortschritts verstanden werden.
Quellen: Handelsblatt. Handelsblatt.