Apple geht mit starkem iPhone-Momentum, aber steigenden Komponentenkosten und begrenzter Verfügbarkeit seines neuen faltbaren Modells in sein wichtigstes Verkaufsquartal. CEO John Ternus sagte Analysten, dass die Kosten für Speicherchips in beispiellosem Tempo stiegen und weiter zunähmen. Apple bemüht sich, bei anderen Komponenten Einsparungen zu erzielen, um einen Teil des Anstiegs auszugleichen, obwohl der Wert seiner Produktionsaufträge innerhalb von drei Monaten um 33 Milliarden Dollar gestiegen ist.

Das Unternehmen prognostizierte für das Weihnachtsquartal eine Bruttomarge von 45 % bis 46 % und lag damit unter den Analystenerwartungen sowie unter dem Wert von mehr als 50 % im Frühjahr. Dennoch erwartet Apple einen Umsatzanstieg von 7 % bis 10 % – einen stärkeren Ausblick, als Analysten prognostiziert hatten. Eine konkrete Absatzprognose für das iPhone im betreffenden Zeitraum legte das Unternehmen nicht vor.

Im jüngsten Quartal stieg der iPhone-Umsatz im Jahresvergleich um 17,5 % auf 57,56 Milliarden Dollar und übertraf die Analystenerwartungen um etwa 1 Milliarde Dollar. Das iPhone ist Apples wichtigstes Produkt, doch die jüngste Markteinführung umfasst nur zwei neue, höherpreisige Modellreihen: das iPhone 18 Pro und das iPhone Duo. Günstigere neue Geräte werden Berichten zufolge im nächsten Jahr erwartet.

Die Lieferbarkeit des iPhone Duo, Apples erstem faltbaren Smartphone, ist weiterhin eingeschränkt. Die geschätzte Lieferzeit für das Gerät, das mehr als 2.000 Euro kostet, hatte sich kurz nach Verkaufsstart im Oktober auf Januar verschoben. Chief Operating Officer Sabih Khan sagte, es sei schwer vorherzusagen, wie schnell Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht kommen würden.

Ternus übernahm im Laufe des Quartals von Langzeitchef Tim Cook den Posten des CEO und nutzte seine erste Analystenkonferenz in dieser Funktion, um seine Vision für Apple zu erläutern. Er sagte, das Unternehmen betrachte das iPhone neben seinen anderen Geräten als zentralen Zugangspunkt zu Anwendungen künstlicher Intelligenz.

Apples Gesamtumsatz im Quartal stieg im Jahresvergleich um 12 % auf 114,5 Milliarden Dollar, während der Nettogewinn um 12 % auf 30,7 Milliarden Dollar zunahm. Auch Rückerstattungen von US-Importzöllen trugen zum Ergebnis bei. Die Umsätze mit Dienstleistungen und in der Region China wuchsen, blieben jedoch hinter den höheren Analystenerwartungen zurück. Apples Aktien gaben im nachbörslichen US-Handel kurzzeitig um etwa 3 % nach.

Quellen: Handelsblatt.