Bulgariens Präsidentin Ilijana Jotowa ist Prognosen der bulgarischen Meinungsforschungsinstitute Mjara und Alpha Research zufolge in der Stichwahl um das höchste Staatsamt des Landes klar bestätigt worden. Der ehemaligen sozialistischen EU-Abgeordneten wurden bis zu 58 Prozent der Stimmen zugerechnet.
Jotowa wurde in dem Rennen unter anderem von der allein regierenden Mitte-links-Partei Progressives Bulgaria (PB) unterstützt. Ihr Herausforderer Andrej Gjurow, der als Kandidat des prowestlichen liberal-konservativen Oppositionslagers antrat, wurde mit bis zu 39 Prozent prognostiziert.
Sollten sich die Prognosen in offiziellen Ergebnissen bestätigen, wird der EU- und NATO-Mitgliedsstaat weiterhin einen Präsidenten mit Wurzeln in der politischen Linken haben. Jotowa war Sprecherin und Mitglied der Parteiführung der Bulgarischen Sozialisten (BSP), der Nachfolgepartei der kommunistischen Staatspartei.
Vor der Stimmabgabe gab Jotowa einen Vorgeschmack auf ihre künftige EU-Politik und sagte, sie habe dafür gestimmt, dass Bulgarien ein starker Staat innerhalb eines starken Europa sei, während sie zugleich betonte, dass das Land eine eigene Außenpolitik und Rückgrat haben sollte, wenn es das nationale Interesse verteidigen müsse.
Quellen: Handelsblatt.