Das Pixel 11 Pro Fold ist eine maßvolle Aktualisierung von Googles Faltgeräte-Reihe; das Unternehmen behält ein Design ähnlich dem Vorjahresmodell bei, während Wettbewerber zu breiteren Faltgeräten übergehen und Apples passgroßes iPhone Duo Aufmerksamkeit auf sich zieht. Zu Googles Änderungen gehören ein leichteres Gehäuse, ein helleres Display, verbessertes kabelloses Laden, ein aktualisierter Kamerasensor und eine neue olivfarbene Variante. Dennoch könnte es dem Gerät schwerfallen, Erstkäufer von Faltgeräten anzuziehen, es sei denn, sie sind überzeugte Pixel-Fans, angesichts der Auswahl an Alternativen.
Das Telefon ist aufgeklappt 5 mm und zugeklappt 10,1 mm dick, verglichen mit 5,2 mm und 10,8 mm beim Pixel 10 Pro Fold, und es ist 19 Gramm leichter. Google behauptet, die neue Version sei dreimal robuster, unterstützt durch eine Glas-Keramik-Abdeckung und eine Rückseite aus Glasfaserverbundstoff. Das starke Scharnier bedeutet, dass das Gerät nicht mit einer Hand geöffnet werden kann, was der Test als beabsichtigt beschrieb. Der äußere Bildschirm ist etwas größer und erreicht 3.600 Nits statt 3.000 Nits, was die Nutzung bei hellen Bedingungen verbessert. Eine sichtbare Falte bleibt bestehen und ist bei hellem Licht stärker zu bemerken, während Rivalen wie Oppo und Honor die Sichtbarkeit der Falte verringert haben. Die Rückseite hat einen HiLight-Indikator, der bei Anrufen von Lieblingskontakten und bei freihändigen Gesprächen mit Gemini aufleuchtet.
Was die Software betrifft, ist das Faltgerät angenehm zum Lesen und Videoschauen, wobei ein breites Faltgerät beim Video Vorteile haben könnte. Multitasking funktioniert gut, ist aber auf zwei Apps nebeneinander beschränkt. Gmail bietet eine nützliche geteilte Ansicht mit dem Posteingang auf einer Seite und einer E-Mail auf der anderen, aber Slack fehlt eine ähnliche geteilte Ansicht, was die anhaltenden Lücken bei der App-Optimierung auf Android-Faltgeräten verdeutlicht. Bubbles bieten schwebende App-Fenster, die auf eine Taskleiste minimiert werden können, nützlich für schnelle Informationsprüfungen. Die Gemini-Updates waren begrenzt, doch Magic Cue bietet zeitnahe Vorschläge über Apps hinweg, und Rambler war eine bevorzugte Funktion zum Beantworten von E-Mails und Textnachrichten und zum Notieren, ohne eine breite Tastatur zu verwenden.
Die Kameraausstattung ist solide, bleibt aber unter dem Pixel 11 Pro XL, wodurch der Name Pro für ein Faltgerät wie eine Überdehnung wirkt. Der Hauptsensor bleibt bei 48 Megapixeln, lässt aber mehr Licht für bessere Details ein, und Google hat 30x Super Res Zoom statt 20x hinzugefügt. Die Teleobjektiv- und Ultraweitwinkel-Sensoren ähneln denen des Vorjahres, sodass die Verbesserungen durch sie minimal sind. Zu den Softwarefunktionen gehören Looks zum Ändern des Bildtons mit Voreinstellungen und Magic Capture zum Auswählen der besten Einzelbilder aus einem Video, was bei Haustieren oder Kindern helfen kann.
Mit 1.899 US-Dollar liegt das Pixel 11 Pro Fold knapp 100 US-Dollar unter dem neuen iPhone Duo und auf demselben Preisniveau wie das Samsung Galaxy Z Fold 8, beide Breitformat-Telefone. In den USA beginnt das höhere Galaxy Z Fold 8 Ultra bei 2.099 US-Dollar. In Europa werden Xiaomi und Honor voraussichtlich Faltgeräte auf den Markt bringen, was zusätzliche Konkurrenz für Googles Gerät schafft.
Quellen: TechCrunch.