Palantir meldete im dritten Quartal einen Rekordumsatz von 2,31 Milliarden Dollar, ein Plus von 96 % gegenüber dem Vorjahr und von 20 % gegenüber dem Vorquartal. Damit übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen von 2,18 Milliarden Dollar und verzeichnete zum ersten Mal ein Quartal mit einem Umsatz von mehr als 2 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,44 Dollar, verglichen mit erwarteten 0,41 Dollar, und Palantir hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an.

Auch der kommerzielle Umsatz in den USA erreichte einen Meilenstein und übertraf zum ersten Mal den Umsatz mit der US-Regierung. Das Unternehmen meldete kommerzielle Verträge im Wert von 984 Millionen Dollar, 148 % mehr als ein Jahr zuvor, verglichen mit einem Umsatz von 953 Millionen Dollar mit der US-Regierung.

Trotz der starken Ergebnisse notierten die Palantir-Aktien am Dienstag leicht niedriger. Anlass zur Sorge ist, dass Unternehmen die KI-Software des Unternehmens zwar rasch einführen, häufig jedoch zunächst mit kürzer angelegten Testphasen beginnen. CEO Alex Karp sagte, Kunden kämen schneller von ersten Gesprächen zur Einführung, während die Verträge kürzere Laufzeiten hätten, aber erheblich ausgeweitet werden könnten.

Die gemeldeten Vertragszahlen geben ebenfalls Anlass zur Vorsicht. Palantir schloss im Quartal Verträge mit US-Unternehmen im Gesamtwert von 1,46 Milliarden Dollar ab, nach dem Rekordwert von 2,13 Milliarden Dollar im Vorquartal. Das deutet auf eine mögliche Verlangsamung der Unternehmensverkäufe hin, auch wenn sich die Zahlen nur auf das jüngste Quartal beziehen.

Palantir hob seine Prognose für den kommerziellen Umsatz in den USA auf mehr als 3,559 Milliarden Dollar an, was einem Wachstum von mindestens 143 % entspricht. Der nächste Ergebnisbericht wird weitere Hinweise darauf liefern, ob das Unternehmen seine Dynamik bei US-amerikanischen Unternehmenskunden aufrechterhalten kann.

Quellen: TechCrunch.