Ein israelischer Oppositionspolitiker warnte nach dem Handelsblatt-Nachrichtenblog vor dem Risiko eines neuen Krieges mit Iran unter Netanyahu, während Entwicklungen in der gesamten Region auf sich ausweitende sicherheitspolitische und wirtschaftliche Folgen hindeuteten. Der Blog machte keine weiteren Angaben zu der Warnung.
Iran erklärte, die Vereinigten Staaten hätten zwei Fischerboote in der Nähe der Insel Qeshm angegriffen und einen Fischer verletzt. Der iranische Staatssender IRIB meldete diese Behauptung unter Berufung auf einen Beamten der Provinz Hormozgan. Eine unmittelbare Bestätigung durch die USA gab es nicht. Irans Oberster Führer wies die Streitkräfte an, unverzüglich auf jede Bedrohung durch Feinde und ohne geografische Begrenzungen zu reagieren, berichtete der Blog.
Im Westjordanland warnte der Bürgermeister von Hebron, Youssef al-Jabari, eine israelische Militäroperation habe die Stadt abgeriegelt. Er sagte Al Jazeera, israelische Militärfahrzeuge seien in jeder Straße präsent, mehr als 3.300 Palästinenser seien aus zwei Vierteln vertrieben worden, in denen Häuser abgerissen würden, und die palästinensische Wirtschaft verliere rund 4 Millionen US-Dollar pro Tag. Unternehmen könnten keine Rohstoffe beschaffen oder Waren liefern, Angestellte ihre Arbeitsplätze nicht erreichen, mehr als 80.000 Menschen hätten keinen Zugang zu Bildung, und Krankenhäuser könnten keine Patienten aus umliegenden Gebieten behandeln, sagte er.
Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty warnte beim IISS Manama Dialog in Bahrain, eine weitere Eskalation im US-Iran-Krieg wäre zerstörerischer und hätte weitreichende Folgen. Aus der Vergangenheit müssten Lehren gezogen werden. Pakistans Militärsprecher äußerte vorsichtigen Optimismus hinsichtlich der diplomatischen Bemühungen und sagte, Chefunterhändler Asim Munir wäre im Oktober nicht zweimal nach Teheran gereist, ohne positive Signale. Der Sprecher sagte außerdem, einflussreiche Störer und Gegner einer Lösung seien weiterhin vorhanden, ohne sie zu nennen. Munir war zuletzt am Montag mit Vertretern aus Saudi-Arabien und der Türkei in Teheran, und auch Katar hat mit einem neuen Vorschlag eine Deeskalation angestrebt.
Zur Diplomatie sagte Irans Außenminister, es bestehe kein Bedarf für ein Treffen mit den Vereinigten Staaten, während Iran Gespräche mit Washington an sieben Bedingungen knüpfte, so der Blog. Rubio sagte, über weitere US-Militäraktionen gegen Iran sei noch keine Entscheidung getroffen worden.
Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition erklärte, sie habe eine vom Jemen aus gestartete Huthi-Drohne über der Region Medina abgefangen und zerstört. Jemenitische Regierungskräfte erklärten, Huthi-Rebellen hätten ballistische Raketen auf den Flughafen Aden und den Präsidentenpalast Maasheq abgefeuert; es gab zunächst keine Angaben zu Opfern, Schäden oder dazu, ob die Raketen ihre Ziele trafen. Der Blog berichtete zudem, ein von den Huthis im Jemen entführter UN-Mitarbeiter sei gestorben.
Die US-Botschaft in Riad forderte US-Regierungsbedienstete, deren Anwesenheit nicht erforderlich ist, und ihre Familien auf, Saudi-Arabien zu verlassen, unter Verweis auf Sicherheitsrisiken durch Huthi-Angriffe auf zivile Flughäfen und andere wichtige Infrastruktur. Sie erklärte, US-Regierungsmitarbeiter benötigten nach jüngsten Raketen- und Drohnenangriffen eine besondere Genehmigung, saudi-arabische Flughäfen zu nutzen, und warnte amerikanische Bürger vor möglichen weiteren Angriffen, Luftraumschließungen, Flugausfällen und anderen Reisebeeinträchtigungen.
Die Marine Omans meldete, das unter panamaischer Flagge fahrende Handelsschiff RITI sei in der Straße von Hormus etwa drei Kilometer vor der Küste von Musandam angegriffen worden. Es sei ein Feuer ausgebrochen, und 25 Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit gebracht und medizinisch versorgt worden. Über die Angreifer oder die Art des Angriffs wurden zunächst keine Informationen gegeben.
Der Blog gab zudem Berichte der Revolutionsgarde wieder, wonach vier Tanker in der Straße von Hormus brennen, einen iranischen Bericht über einen brennenden Supertanker und einen Agenturbericht, wonach ein Öltanker beim Verlassen der Meerenge beschossen wurde. Die Berichte enthielten keine weiteren Details.
Tage vor den US-Kongresswahlen sagte Präsident Donald Trump in einem Interview mit dem Radiosender KCMO aus Kansas City, der Iran-Krieg werde bald enden, sagte aber nicht, wie. Er sagte, die USA bräuchten eine Garantie, dass Iran niemals eine Atomwaffe erlangen werde. Trump hatte zuvor gesagt, die USA würden Iran vor den Midterm-Wahlen am 3. November nicht erneut angreifen. Der Krieg begann Ende Februar mit einem Angriff der USA und Israels; die Öl- und Kraftstoffpreise stiegen, was Trumps Republikaner vor der Wahl unter Druck setzte.
Der Blog berichtete außerdem, Israels Präsident habe Gespräche über die Bildung einer Regierung angekündigt.
Quellen: Handelsblatt.