Die Europäische Union und das Vereinigte Königreich stehen kurz vor einer Einigung zum Abbau von Handelshemmnissen. Dazu gehören Pläne für eine gemeinsame Freihandelszone für Agrar- und Lebensmittelprodukte, miteinander verknüpfte Emissionshandelssysteme sowie ein Programm, das jungen Menschen ermöglichen soll, bis zu drei Jahre in der jeweils anderen Jurisdiktion zu leben und zu arbeiten.

Beide Seiten beabsichtigen außerdem, handelspolitische Schutzmaßnahmen gegen China und andere Drittländer enger miteinander abzustimmen. Diese Pläne sind in einem vertraulichen Entwurf einer gemeinsamen Erklärung enthalten, der für den EU-UK-Gipfel am 20. November vorbereitet wurde. Dem Entwurf zufolge sind die Verhandlungen über die ersten drei Vereinbarungen bereits abgeschlossen.

Das umfassendere Paket ist noch nicht endgültig beschlossen. EU-Diplomaten erklärten, die Handelsmaßnahmen würden erst in Kraft treten, wenn das Vereinigte Königreich bei den Studiengebühren für europäische Studierende Fortschritte erzielt. Die EU fordert gleiche Gebühren für europäische Studierende und Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreichs. Der Gipfelentwurf schlägt vor, die Verhandlungen zu diesem Thema innerhalb von sechs Monaten abzuschließen. Ein hochrangiger EU-Beamter sagte dem Handelsblatt, dass nichts vereinbart sei, solange nicht alles vereinbart sei.

Quellen: Handelsblatt.