CVS Health plant, sein Geschäft in der ersten Hälfte des Jahres 2028 in zwei Unternehmen aufzuteilen und dabei den Apothekenbetrieb von den Versicherungs- und Pharmacy-Benefit-Geschäften zu trennen. Das Unternehmen gab den Plan am Mittwoch bekannt.

Das neue Unternehmen mit dem Namen CVS Pharmacy würde rund 9.000 stationäre Apotheken, Kliniken in den Filialen und einen Versandhandel für verschreibungspflichtige Medikamente umfassen. CVS Health würde seinen Namen behalten und den Versicherer Aetna, den Pharmacy-Benefit-Manager Caremark sowie Geschäftsbereiche für Hausbesuche und die medizinische Grundversorgung älterer Menschen unter einem Dach vereinen.

Die geplante Aufspaltung erfolgt, während CVS und andere Gesundheitskonzerne wegen ihrer Größe und möglicher Interessenkonflikte zwischen ihren Geschäftsbereichen von Abgeordneten und Aufsichtsbehörden unter die Lupe genommen werden. Kritiker argumentieren, dass Unternehmen, die Versicherungen, Pharmacy-Benefit-Management und Apotheken vereinen, Patienten zu ihren eigenen Angeboten lenken, die Kosten erhöhen und den Wettbewerb einschränken können.

Arkansas und Tennessee haben in den vergangenen zwei Jahren Gesetze verabschiedet, die sich gegen Unternehmen richten, die verschreibungspflichtige Medikamente verwalten und zugleich stationäre Apotheken sowie Versandapotheken betreiben. Ähnliche Vorschläge wurden laut der Quelle in Washington und anderen Bundesstaaten eingebracht.

Die Expansion von CVS beschleunigte sich mit der Fusion mit Aetna im Jahr 2018. Durch die geplante Aufspaltung würde ein Teil dieser umfassenderen Zusammenführung von Gesundheitsgeschäften rückgängig gemacht. Laut FactSet erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als 400 Milliarden US-Dollar und belegte damit den siebten Platz unter den börsennotierten US-Unternehmen.

Das Pharmacy-Benefit-Geschäft von CVS gilt vielen Anlegern als wichtiger Vermögenswert, während der Apothekenbetrieb mit veränderten Verbrauchergewohnheiten und umfassenderem Druck in der Branche konfrontiert ist. Die Quelle merkt außerdem an, dass der Marktwert von CVS Ende 2024 auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt gesunken war, bevor er sich wieder erholte.

Quellen: The New York Times Business.